Akten des Missbrauchs

Filmplakat Akten des Missbrauchs
D 2026, 75 Min., Ein CORRECTIV-Film!
Der CORRECTIV-Reporter hinter der Reherche - Marcus Bensmann steht im Anschluss für ein Q&A zur Verfügung.
Die Geschichte eines organisierten Verbrechens im Vatikan!
In den 1970er Jahren begeht ein Missbrauchspriester der katholischen Kirche seine ersten Taten im Ruhrgebiet, er zieht danach mehrfach um, kommt mit den Mächtigsten der Kirche in Kontakt. Vor acht Jahren nehmen Reporter von CORRECTIV seine Fährte in Bottrop auf. Während der Recherchen stoßen sie auf ein Dokument, das deutsche Kirchenverantwortliche verschweigen: einen Brief aus Rom. Dieser erlaubt dem Priester – trotz bekannter Sexualstraftaten – weiter die Messe zu
zelebrieren. Unterzeichnet ist der Brief von Joseph Kardinal Ratzinger, dem späteren Papst Benedikt XVI. Dieser Brief wirft eine zentrale Frage auf: Ist er ein Einzelfall – oder Teil eines größeren Systems?
Die Dokumentation folgt der Spur solcher Schreiben, die zeigen, dass Kirchenverantwortliche Priester trotz schwerer Vorwürfe häufig schützen und der Ruf der Kirche wichtiger ist als die Wiedergutmachung für Opfer. Die Recherche führt unter anderem in die USA, nach Italien, Portugal und Kolumbien. Überall begegnen unsere Reporter demselben Muster: Missbrauchsfälle werden gemeldet, Berichte verfasst, Bitten nach Rom geschickt. Konsequenzen bleiben aus oder werden lange hinausgezögert. All diese Briefe führen immer wieder an denselben Ort: den Vatikan.

Die Full-Length-Doku „Akten des Missbrauchs“ erzählt von Menschen, die sich diesem Schweigen entgegen stellen: Von Journalisten, die trotz Widerständen weiter recherchieren; von Aktivisten, die eigene Archive aufbauen; von Betroffenen, die für Gerechtigkeit kämpfen. Und sie beleuchtet ein System, das über Jahrzehnte funktionierte, weil es im Verborgenen blieb.
Spieltermine
08.05.2026 - 20:15